Heute, meine lieben Leserinnen, wollen wir ein wichtiges und emotionales Thema ansprechen, nämlich ab wann es sich lohnt, seinen Job zu kündigen und sich 100 % auf OnlyFans zu fokussieren. Die meisten Creatorinnen starten OnlyFans aus verschiedensten Gründen. Manche wollen mehr reisen, manche wollen sich schöne neue Dinge kaufen oder endlich ihr Leben nach ihren Vorstellungen leben. Allerdings braucht es eine Sache, um besagtes Leben zu leben: Geld. Egal welches Ziel man verfolgt, Geld ist in den meisten Fällen die Lösung des Problems oder es macht die Situation anderweitig leichter. Natürlich haben die meisten Creatorinnen bereits geregelte 9-to-5-Jobs, bevor sie sich dazu entschließen, OnlyFans zu starten. Egal was dein individueller Grund war, mit OnlyFans zu starten, wenn du gleichzeitig einen normalen Job hast, war das Ziel immer, deine finanzielle Situation zu verbessern.
Dazu ist die harte Realität, dass viele Creatorinnen nicht wirklich gerne ihren Job haben. Viele ödet entweder die Tätigkeit an, sie fühlen sich nicht respektiert oder sie fühlen sich unterbezahlt. Eine potenziell lukrative Selbstständigkeit mit OnlyFans klingt für viele hier im direkten Vergleich wie ein Traumleben. Deswegen ist es kaum verwunderlich, dass die meisten Creatorinnen hart an ihrem OnlyFans-Business arbeiten, während sie gleichzeitig noch einen festen geregelten Job nebenbei haben.
Wenn jetzt die ersten relevanten Umsätze auf OnlyFans fließen, ist selbstverständlich die Versuchung groß, direkt seine Arbeitsstelle zu kündigen und sich voll auf OnlyFans zu fokussieren. Die Versuchung wird natürlich immer größer, je mehr Geld man mit OnlyFans verdient. Allerdings gibt es hier viele Fettnäpfchen, in die man treten kann. Unserer Erfahrung nach kehren ca. 70 % aller Creatorinnen, die ihre Arbeit kündigen und sich OnlyFans Vollzeit widmen, nach mehreren Monaten wieder in einen festen Job zurück. Selbstverständlich ist das sehr enttäuschend für die Betroffene. Damit dir genau so etwas nicht passiert, haben wir in diesem Artikel die wichtigsten Fehler zusammengefasst und wie man sie vermeidet, sodass du am Ende deine Situation beurteilen kannst und weißt, ob es sich für dich lohnt, den Sprung zu wagen und OnlyFans endlich hauptberuflich zu machen. Viel Spaß beim Lesen.
Warum der Reiz so groß ist (und warum das gefährlich sein kann)
Wie wir bereits festgestellt haben, mögen die meisten Creatorinnen ihren Job nicht besonders. Und selbst wenn du nicht dazu zählst, ist trotzdem ein zusätzlicher Nebenverdienst für dich attraktiv, sonst hättest du nicht mit OnlyFans gestartet.
Je mehr man seine Arbeit hasst, desto höher ist die Versuchung, seinen Job hinzuschmeißen, sobald die ersten Umsätze fließen oder wenn die Umsätze von OnlyFans plötzlich dein Gehalt übersteigen. Dazu sage ich nur eine Sache: Vorsicht! Eine Entscheidung emotional zu treffen ist in den meisten Fällen ein Fehler. Nicht weil deine Entscheidung falsch ist, sondern weil sie nicht strategisch und sauber durchdacht ist. Es gibt also viel Potenzial für unangenehme Überraschungen später. Zum Beispiel: Deine Versicherung kann plötzlich teurer werden, weil du selbstständig bist und dich neu versichern musst. Du musst plötzlich Steuervorauszahlungen machen mit Geld, das du nicht hast. Deine Umsätze brechen auf einmal ein. Die Liste an Dingen, die passieren können, egal ob vorhersehbar oder nicht, ist extrem lang.
Ein ausreichendes Einkommen und Vermögen ist also extrem wichtig, damit dich unvorhersehbare Ausgaben oder andere Probleme nicht wieder dazu bringen, einen Job anzunehmen. Aber welches Einkommen reicht denn nun? Das erfährst du im nächsten Abschnitt.
Die ehrliche Frage: Ist dein Einkommen stabil oder nur ein guter Monat?
Die Frage, welches Einkommen für dich reicht, ist sehr stark davon abhängig, was für eine Person du bist und in welchem Land du lebst. Mit 2k im Monat kann man in Südamerika an den meisten Orten ein angenehmes Leben führen, in den USA oder Westeuropa hingegen nicht. Zudem unterliegen OnlyFans-Einnahmen in der Regel großen Schwankungen. Was nicht zählt, ist ein einzelner guter Monat, sondern Stabilität über Zeit.
Besser als sich deine besten Wochen oder Monate anzuschauen, ist es, den Durchschnitt der letzten 6 Monate auszurechnen und, noch wichtiger, sich deine schwächsten Monate anzuschauen. Zusätzlich schau dir deine Finanzen an und rechne aus, wie viel du durchschnittlich pro Monat ausgibst. Miete, Strom, Essen, Kleidung. Trage alle deine Ausgaben lückenlos und realistisch zusammen. Mach dir außerdem Gedanken, welche Ausgaben vielleicht noch auf dich zukommen, wenn du deinen Job kündigst. Es schadet dir, wenn du dich selbst belügst.
Nachdem du fertig bist, vergleiche deine Ausgaben mit den durchschnittlichen Einnahmen der letzten 6 Monate von OnlyFans und deinem schlechtesten Monat. Wenn beides ausreicht, um alle deine Ausgaben zu decken, und du damit angenehm leben kannst, bist du wahrscheinlich so weit, dass du deinen Job kündigen kannst. Wenn du nur von deinem besten Monat leben kannst, bist du noch nicht so weit und es ist ein Risiko, nun den Schritt zu wagen. Allerdings, selbst wenn dein Einkommen reicht, gibt es etwas, das leider von vielen Creatorinnen übersehen wird: die eiserne Reserve.
Der Sicherheitspuffer, den du vorher haben musst
Selbst wenn du alles richtig ausgerechnet hast und du selbst von deinen schlechtesten OnlyFans-Monaten locker leben kannst, können doch Dinge passieren, die du nicht vorausgesehen hast: Etwas Wichtiges geht kaputt und erfordert Reparatur, deine Umsätze brechen plötzlich ein, ohne dass du es vorausgesehen hast, du wirst krank. So unangenehm es sich anhört: Shit happens. Damit dich so etwas nicht aus der Bahn wirft und du ruhig schlafen kannst, brauchst du etwas sehr Wichtiges: einen finanziellen Puffer.
Das ist übrigens relevant für jeden Menschen, ist aber noch viel wichtiger für eine Person wie eine OnlyFans-Creatorin, die selbstständig ist und ein volatiles Einkommen hat. Bei finanziellen Puffern gilt: je mehr, desto besser. Grundsätzlich empfehlen wir, die Ausgaben von mindestens 3 Monaten liquide gespart zu haben. Am besten wäre allerdings das Doppelte, also die Ausgaben eines halben Jahres gesichert zu haben. Auch dafür ist es wichtig, wie bereits oben beschrieben, deine Ausgaben getrackt zu haben, damit du die Größe des Puffers locker bestimmen kannst.
Selbst wenn alles glatt geht, nachdem du den Job gekündigt hast, was wir dir von Herzen wünschen, gibt dir der Puffer doch eine finanzielle Sicherheit und eine Art „Fuck-you-Money". Du bist dadurch unabhängiger und kannst ruhiger schlafen, ohne Sorgen zu haben.
Wir empfehlen unbedingt, einen Puffer zu haben, bevor du als OnlyFans-Creatorin deinen Job kündigst, und deinen Puffer im Laufe deiner OnlyFans-Karriere weiter auszubauen. Um diesen Puffer aufzubauen, erstellst du am besten ein separates Konto bei deiner Bank oder einer anderen und schiebst jeden Monat einen fixen Prozentanteil deiner Einkünfte auf das Konto. Von dem Konto sollten niemals Ausgaben abgehen, das Geld sollte dort unangetastet liegen.
Zudem macht es Sinn, sich als Creatorin ab einem gewissen Punkt mit Investitionen zu beschäftigen, um dein Kapital aktiv vor Inflation zu schützen und für dich arbeiten zu lassen. Das ist ganz besonders wichtig, wenn du planst, in der Zukunft ein anderes Business zu eröffnen, das Kapital erfordert.
Der kluge Mittelweg: Warum du nicht von heute auf morgen springen musst
Nun weißt du, was wichtig und notwendig ist, bevor du deinen Job kündigst. Allerdings gibt es noch eine positive Nachricht: Es ist keine Entweder-oder-Entscheidung. Du alleine gestaltest dein Leben! Selbst wenn du noch nicht deinen Job kündigen kannst, weil du noch nicht erfolgreich genug auf OnlyFans bist, selbst dann hast du das Ziel bereits vor Augen.
Der klügste Weg ist nicht der harte Schnitt, sondern der fließende Übergang. Wenn es dein Ziel ist, deinen Job zu kündigen, baue dir schon mal einen finanziellen Puffer auf und arbeite weiter an deinem Business, sodass deine Einnahmen weiter steigen. Wenn deine Arbeit dich zeitlich daran hindert, bei OnlyFans alles zu geben, dann geh zuerst auf Teilzeit und reduziere die Arbeitsstundenzahl, wenn du die Möglichkeit hast. Wer plant, gewinnt. Triff keine vorzeitigen Entscheidungen aus Wut und Emotionalität heraus, stattdessen plane Schritt für Schritt alles durch und überlasse deine Zukunft nicht der Willkür.
Bist du bereit? Der ehrliche Selbstcheck
Bevor du deine Entscheidung triffst, geh diese Fragen ehrlich durch:
Übersteigt dein OnlyFans-Einkommen im Durchschnitt der letzten sechs Monate deutlich deinen Joblohn?
Könntest du auch von deinem schlechtesten Monat leben?
Hast du einen Puffer für mindestens drei Monate, idealerweise sechs?
Ist dein Wachstum stabil oder steigend, nicht fallend?
Triffst du diese Entscheidung aus Stärke (es läuft) und nicht aus Flucht (ich hasse meinen Job)?
Wenn du das meiste davon mit Ja beantworten kannst, bist du wahrscheinlich bereit. Wenn nicht, ist das kein Nein für immer, sondern ein Noch-nicht. Arbeite weiter an deinem Business, baue deinen Puffer auf und prüfe es in ein paar Monaten noch einmal.
Dieser Schritt ist leichter und sicherer, wenn dein Einkommen planbarer und stabiler ist. Genau da kann eine gute Agentur den Unterschied machen: konstantere Einnahmen durch professionelles Chatting und Marketing, die dafür sorgen, dass dein schlechtester Monat näher an deinem besten liegt. Wir bei Phoenix Studios helfen Creatorinnen seit mehreren Jahren dabei, genau diese Stabilität aufzubauen. Wenn du wissen möchtest, wie das für dich aussehen könnte, schreib uns gerne über unser Kontaktformular.